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Von psychischen Erkrankungen ist die ganze Familie betroffen. Angehörige fragen sich besorgt, woher die Krankheit kommt, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und was man selbst tun kann, ohne die eigenen Belastungsgrenzen zu überschreiten. Der Bundesverband der Angehörigen (BApK) und die Landesverbände unterstützen sie durch kostenlose Beratung, Vermittlung von Kontakten, Adressen und Literaturhinweisen. Der Bundesverband sucht darüber hinaus den Dialog und die Zusammenarbeit mit Institutionen, die Verantwortung im psychosozialen Hilfesystem haben, wie Trägervereinen, Krankenkassen oder Exekutivorganen des Bundes, um ein Versorgungsangebot zu schaffen, das auch den Bedürfnissen chronisch Kranker und ihrer Angehörigen gerecht wird.
Ein wesentlicher Teil der Verbandsarbeit besteht darin, den Erfahrungsaustausch zu fördern. Die Erfahrungen anderer Angehöriger entlasten und zeigen, wie man mit psychisch Kranken leben kann. Auf örtlicher Ebene geschieht das in den Selbsthilfegruppen. Bei der Bildung und Begleitung dieser Gruppen können die Landesverbände helfen. Diese informieren in eigenen Veranstaltungen zu fachlichen und landesspezifischen Themen. Auch der Bundesverband organisiert Informationsveranstaltungen zu therapeutischen und sozialrechtlichen Fragen sowie Themen der Selbsthilfe. Auf diese Weise entsteht ein Netzwerk, das Familien aus der Isolation holt und ihnen auch in Krisen Halt gibt.
Fast drei Jahrzehnte nach Bildung der ersten Angehörigengruppen und fast zwei Jahrzehnte nach Gründung des Bundesverbands der Angehörigen psychisch Kranker hat sich einiges an Erfahrungen über das Leben mit psychisch Kranken angesammelt und auch Wissen über die oft verschlungenen Pfade des Hilfesystems. Diese Erfahrungen und dieses Wissen wurden gesichtet und in dem Ratgeber »Mit psychisch Kranken leben« zusammengestellt, der besonders für Angehörige, die zum ersten Mal mit psychischer Erkrankung konfrontiert sind, hilfreich ist.
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