Mit dem »Handbuch Ambulante Täterarbeit« legen Dr. Gernot Hahn und Michael Stiels-Glenn die erste umfassende Darstellung der ambulanten therapeutischen Arbeit mit forensischen Straftätern vor. Ihr Anliegen: Die Täter sollen nicht sich selbst überlassen bleiben, um Rückfälle zu vermeiden. Prävention, Nachsorge und der Sicherheitsaspekt sind dabei von zentraler Bedeutung.
Früher fand die therapeutische Behandlung von psychisch kranken Straftätern vorwiegend stationär und unter dem Aspekt der Risikokontrolle statt, da man eine "Heilung" nicht für möglich hielt. Moderne Forensik hingegen setzt auf Ressourcenförderung und ambulante Nachsorge, um den stationären Behandlungserfolg zu sichern und Rückfälle zu verhindern.
Die Autoren sind erfahrene Praktiker und stellen anhand zahlreicher Beispiele Möglichkeiten der Umsetzung in der »ambulanten Täterarbeit« vor.
Wichtig für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Maßregelvollzugseinrichtungen und forensischen Nachsorgeeinrichtungen, im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe sowie der freien Straffälligenhilfe. Außerdem für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Betreuten Wohnen, gesetzliche Betreuer, Juristinnen, Strafverteidiger u. a.
Dr., Dipl. Sozialpädagoge, Jg. 1963, leitet eine forensische Ambulanz in Erlangen und ist in der Aus- und Weiterbildung von Sozialarbeitern tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Gruppen- und Einzeltherapie mit psychisch kranken Gewalt- und Sexualstraftätern, Ambulante Kriminaltherapie, Netzwerkarbeit im Bereich Maßregelvollzug-Sozialpsychiatrie-Bewährungshilfe.
Lehraufträge in der Grundausbildung von Sozialarbeitern (an der FH Nürnberg seit 1997) und in der Weiterbildung berufserfahrener SozialpädagogInnen (im Masterstudiengang "Klinische Sozialarbeit" an der FH Coburg seit 2000). Fortbildungsangebote beim "Bildungswerk des Verbandes der Bayerischen Bezirke - Kloster Irsee", seit 1998, Teamcoaching und Supervision.
Seit Juli 2005 Mitherausgeber und Redakteur der wissenschaftlichen Zeitschrift Klinische Sozialarbeit.
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Diplom-Sozialarbeiter, Clinical Social Worker (ZKS), Kriminologe und Polizeiwissenschaftler (M.A.), Psychotherapeut, Supervisor (DGSv).
mehr »Diese Publikation beleuchtet von nahezu allen Seiten die ambulante Betreuung von realen und potenziellen Straftätern, unabhängig davon, ob sie zum Zeitpunkt der Tat schuldfähig waren und deshalb ihre Strafe im Strafvollzug verbracht haben, oder bei verminderter Schuldfähigkeit bzw. Schuldunfähigkeit im Maßregelvollzug zur Verantwortung gezogen wurden. Deutlich wird, dass sich in den letzten Jahren sehr viel verändert hat auf dem Gebiet der (Nach)Betreuung von Straftätern. Erfreulicherweise wird auch viel geforscht, evaluiert und publiziert. Es gilt aber noch Einiges zu tun.
Das Buch fasst den wertvollen Erfahrungsschatz vieler Fachleute zusamen und hält für den Praktiker wichtiges Hintergrundwissen bereit. Die Autoren sind sich einig, dass Täter nicht auf sich allein gestellt bleiben dürfen. Teufelskreise zu durchbrechen braucht die Kraft vieler Menschen. Das Buch ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
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