Reha-Werkstätten sind Einrichtungen, in denen Menschen mit psychischer Erkrankung bzw. Behinderung einer speziellen und ihrer Erkrankung angemessenen beruflichen Tätigkeit nachgehen können. Die Rahmenbedingungen sind gesetzlich festgelegt und in Rechtsverordnungen präzisiert.
Standen die Werkstätten früher nur für den »geschützten Arbeitsprozess«, gehen sie heute weit darüber hinaus. Auf der Grundlage einer »Didaktik und Methodik der Vermittlung arbeits- und berufsfördernder Kenntnisse an geistig oder psychisch behinderte Erwachsene« sind Bildung, Arbeit und Mitwirkung als Rehabilitationsmittel mit einbezogen.
Die Autoren, dokumentieren in ihrer Arbeit ein Projekt, dessen Ziel es war, eine Konzeption für die berufliche Qualifizierung von psychisch kranken Menschen in der Reha-Werkstatt zu entwickeln, unter besonderer Berücksichtigung der ethischen und gesetzlichen Vorgaben.
Als grundlegende Prozesse werden beschrieben: Erstkontakt, Erprobung / Entscheidung, Berufsbildung, Arbeit, Mitwirkung. Handlungsanleitungen mit Materialien bilden den Schwerpunkt des nächsten Abschnittes. Dabei geht es z.B. um Gestaltung des ersten Arbeitstages, Testverfahren, systemisch-strukturgeleitetes Lernen, kooperatives Problemlösen. Im Anhang werden weitere wichtige Materialien dokumentiert
Gerd Grampp, Jg. 1944, Sonderschullehrer, Dipl.-Päd., Dr. phil.; seit 1993 Professur für das Fachgebiet Theorie und Praxis der Rehabilitation am Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Jena. Seit 1999 Beurlaubung von der Lehrtätigkeit und freiberufliche Tätigkeit in der Forschung, Entwicklung, Beratung und Schulung zu Themen der sozialen und beruflichen Rehabilitation.
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