»Bei deiner Mama wirbeln ganz viele Gefühle und Gedanken, Ängste und Wünsche in ihr herum. So wie bei einer Waschmaschine. Erst wenn die Waschmaschine still steht, kann man die einzelnen Teile auseinander halten, sortieren und auf die Leine hängen. So ist das mit den Gefühlen auch. Jedenfalls bei der Krankheit, die deine Mama hat.«
Wenn ein Familienmitglied psychisch erkrankt, geraten nicht nur die erwachsenen Angehörigen aus dem Gleichgewicht. Auch die Kinder erleben eine große Verunsicherung und suchen nach Erklärungen für das Verhalten des Elternteils. Häufig fühlen sie sich schuldig an der Situation und machen sich große Sorgen. Es ist wichtig, Kinder nicht allein zu lassen mit ihrer Not, ihren Ängsten, Fragen und Wünschen. Sie brauchen Entlastung und Ermutigung, altersgemäße Informationen und Raum für Spaß und Spiel.
Dazu soll dieses Buch beitragen. Die Geschichte gibt einen Einblick in die Borderline-Erkrankung. Kinder lernen die Symptome zu verstehen und welche Hilfemöglichkeiten es gibt. Sie begreifen, dass sie geliebt werden, auch wenn Vater oder Mutter das im Durcheinander der Gefühle nicht so zeigen können.
Ergotherapeutin, Diplom Pädagogin und STEPPS Lehrtrainerin, Jg. 1970, veröffentlichte bereits Texte in "Irrwege, eigene Wege" und "Leben auf der Grenze. Erfahrungen mit Borderline". Darüber entstand der Kontakt zu Andreas Knuf, der dann zur Zusammenarbeit an "Borderline: Das Selbsthilfebuch" führte.
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Anja Offermann arbeitet als Dipl.-Sozialarbeiterin in der ambulanten Erziehungshilfe Bielefeld mit Borderline-Patientinnen und Borderline-Patienten.
mehr »Das vorliegende Buch ist auch ein guter Ratgeber für Erwachsene, die Freunde und Verwandte mit der Krankheit „Borderline„ haben, sie alle brauchen Hilfe und Aufklärung.
Darum sollten Ärzte und Beratungsstellen auf dieses Buch und auf die im Anhang angegebenen Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige hinweisen!
Ein wunderbares (Er-) Klärungsbuch, das ressourcenorientiert den permanenten Ausnahmezustand für Mia beschreibt.
Kinder betroffener Eltern (-teile) werden sich hier gut wiederfinden können; damit sie nicht aus der Bahn geschleudert werden von den Gefühlen der Mutter oder des Vaters oder gar von ihren eigenen Gefühlen.
Toll, dass mit Yuki, dem Kater, auch noch tierische Unterstützung hinzukommt.
Und die Erklärungen am Ende des Buches zu Borderline und zu hilfreichen Internetseiten und Programmen sind vortrefflich.
Ein unbedingtes Muss für Beratungsstellen, Facharztpraxen, Kliniken und ebenso auch für Sozialarbeiter/-innen an Schulen. Und natürlich eine wertvolle Hilfe für betroffene Familien!
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