»Nie war über Psychosen authentischer zu lesen!«, schrieb der Spiegel enthusiastisch über die Erstausgabe von »Stimmenreich«. Psychosen sind erschütternde Erfahrungen, die Sprachlosigkeit und Isolation für die davon betroffenen Menschen zur Folge haben.
Das vorliegende Buch zeigt Wege zur Verständigung.
Menschen, die von Psychosen betroffen sind, leiden nicht nur an den Symptomen ihrer Erkrankung sondern fast immer auch unter ihrer Isolation. Doch es gibt Alternativen: In den letzten Jahren entstanden über hundert sogenannter »Psychose-Seminare«, in denen Menschen mit Psychose-Erfahrung, Angehörige, Freunde und Therapeuten ins Gespräch kommen. Das ist praktische (Über-) Lebenshilfe.
Hier geht es um Beziehungen, den Umgang miteinander: kurz, um Lebensqualität. Dieses Buch präsentiert die wichtigsten Beiträge der »Erfinder« der Psychose-Seminare. Wer Psychosen begreifen will, dem sei dieses Buch sehr zu empfehlen.
Prof. Dr. phil., Diplom-Psychologe, ist Leiter der Sozialpsychiatrischen Ambulanz und der Krisentagesklinik des Universitätsklinikums in Hamburg-Eppendorf. Mitinitiator der Psychose-Seminare.
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(a.k.a. J. E. Deranders), Jg. 1917, Bildhauerin und Psychiatrie-Erfahrene. Mit»begründerin« des Trialogs im Hamburger Psychose-Seminar. Ehrenvorsitzende des Bundesverbands Psychiatrie-Erfahrener e.V. 1997 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Arbeits- und Interessenschwerpunkte: Eine empirische, auf den Erfahrungen der Betroffenen gründende Psychiatrie und Stärkung der Selbsthilfekräfte.
Gemeinsam mit Prof. Dr. Thomas Bock veröffentlichte sie im Psychiatrie-Verlag die inzwischen vergriffenen Bücher:
»Abschied von Babylon. Verständigung über Grenzen in der Psychiatrie«, 1995
»Es ist normal, verschieden zu sein« (Psychosoziale Arbeitshilfen 10), 2000
mehr »Bei den vielen wohlmeinenden Ratgebern geht es zu wie im Radio: Die Kommunikation verläuft in eine Richtung. Experten meinen, was für Laien gut ist. Das Zuhören ist nicht ihre Sache. In "Stimmenreich" sind die Hauptpersonen, die Psychosekranken, endlich in den Diskurs einbezogen.
Das Buch zeigt, wie segensreich die Vorstellung ist, dass Patienten, Angehörige, Ärzte, Psychotherapeuten und Pflegekräfte voneinander lernen können.
In den unterschiedlichen und zum Teil gegensätzlichen Wahrnehmungen und Erfahrungen besteht der Reiz und der außerordentliche Nutzen dieser Bücher.
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