Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung verunsichern das therapeutische Personal oft massiv: Kränkungen sind auszuhalten, Abwertungen, schnelle Wechsel von hohen Nähewünschen zu radikaler Distanz. Dazu spalten diese Patienten so manches therapeutische Team und verursachen dadurch weitere Konflikte.
Dr. Ewald Rahn, der bereits einen sehr erfolgreichen Ratgeber zum Thema »Borderline« für Betroffene und Angehörige geschrieben hat, wechselt in diesem Buch die Perspektive und gibt Anregungen, wie professionell Tätige dem Borderline-Verhalten therapeutisch angemessen begegnen und hilfreich arbeiten können. Er schafft ein tieferes Verständnis für diese Erkrankung, indem er veranschaulicht, warum sich diese Menschen so verhalten, welche Gefühle sich dahinter verbergen können.
Kurz und prägnant stellt Rahn einleitend theoretische Modelle der Borderline-Störung dar. Darauf aufbauend zeigt er, was Hilfen bewirken können, wie sie zeitlich strukturiert sein sollten, wie sich mit den Patienten Vereinbarungen (etwa bei Suizidalität) treffen lassen und wie schließlich Hilfe zur Selbsthilfe führen kann.
Arzt für Nervenheilkunde, Psychotherapeut, Arzt für Psychotherapeutische Medizin, Jg. 1952, leitender Arzt der Psychiatrie in Warstein und stellvertretender Leiter der Klinik.
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