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Nahlah Saimeh (Hg.)

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Maßregelvollzug als soziale Verpflichtung

Fachwissen
1. Auflage, Bonn 2006
ISBN 978-3-88414-417-6
288 Seiten
19.90 € / 30.50 sFr
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Gravierende Veränderungen in der Arbeitswelt und die damit verbundene Frage nach der eigenen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben lassen bei weiten Teilen der Bevölkerung das Gefühl existentieller Bedrohung entstehen. Dieses Bedrohungserleben spiegelt sich in verstärkter Kriminalitätsfurcht und dem Ruf nach härteren Strafen für Straftäter wider. Das Empfinden, selbst zunehmend den Härten des Lebens ausgesetzt zu sein, führt zu Abgrenzungs- und Sanktionsbedürfnissen. Dabei trifft der wachsende Sozialneid nicht nur diejenigen, die für privilegiert gehalten werden, sondern auch sozial schwache Randgruppen, deren Anspruch auf Hilfe und Unterstützung geradezu als Affront erscheint.

Auf der politischen Ebene stellt sich angesichts allgegenwärtiger Spar»zwänge« die Frage, was die Gesellschaft (noch) leisten kann oder will für diejenigen, die durch ihr Handeln die gültigen Normen verletzt haben. Die Forensische Psychiatrie ist ein Sicherheitsgarant, doch wird sie auch so gesehen?

Die in diesem Band dokumentierte 21. Eickelborner Fachtagung 2006 diskutierte das Spannungsfeld zwischen ethischen Grundfragen und gesellschaftlichen Herausforderungen, u. a.: Wie weit kann und darf die Haftung gehen? Wie viel Anspruch auf Rehabilitation hat ein Mensch? Welche normativen Werte gelten in unserer Gesellschaft? Wie sinnvoll ist die Grenzziehung zwischen Maßregel und Justizvollzug? Was können wir tun, um in der Behandlung der Patienten gesellschaftlichen Ansprüchen gerecht zu werden?

Zielgruppen: Alle in der Forensik Tätigen, Juristen,

Schlagworte: Forensik, Prävention, Rehabilitation, Maßregelvollzug