|
Als eBook im PDF-Format erhältlich. Zum eBook-Shop.
Letzte Print-Exemplare können direkt beim Verlag bestellt werden: Kontakt.
"Die Zukunft wird einen gewandelten Typ des Psychiaters sehen und brauchen: weniger geheimnis-umwittert, weniger selbstherrlich, delikat Therapeuten untereinander und mit ihren Patienten vermit-telnd, einen Funktionär des Inter-Agierens, einen Poeten dessen, was in und zwischen den Menschen Leid mindert." (1971)
Karl Peter Kisker war einer der wichtigsten Praktiker und zugleich Theoretiker der deutschen Psychiat-rie. Als Lehrstuhlinhaber an der Medizinischen Hochschule Hannover prägte er die Psychiatriereform der 70er und 80er Jahre entscheidend. Kiskers Auseinandersetzung mit den Beschränktheiten der Medizin in ihrem jeweiligen historischen Kontext und mit der Geschichte der Ausgrenzung des "Ver-rückten" waren nie Selbstzweck, sondern Grundlage seines praktischen Wirkens. In seinem psychiat-rischen Denken und Tun seiner Zeit weit voraus, versammelte er Mitarbeiter um sich, die wie er die Erneuerung der Psychiatrie wollten. Er hat die Versorgungssituation psychisch kranker Menschen seit den 60er Jahren bis heute entscheidend geprägt. Zugleich beherrschte er den Spagat zwischen praktischer Psychiatrie in der Institution und unmittelbarem, individuellem Begleiten des psychisch kranken Menschen.
Seine Schriften vermitteln, was im Spannungsfeld von gesellschaftlich-politischen Zwängen und ei-nem humanistischen Menschenbild PsychiaterSein bedeutet.
Prof. Karl Peter Kisker (1926 - 1997) studierte Medizin und Psychologie, 1966 bis 1991 Lehrstuhl für Psychiatrie an der Medizinischen Hochschule Hannover. K.P. Kisker hinterlässt ein umfangreiches Werk, darunter "Dialogik der Verrücktheit", "Mit den Augen eines Psychiaters" und zusammen mit v. Baeyer und Heinz Häfner "Psychiatrie der Verfolgten", er zählte zu den Herausgebern des neunbändigen Standardwerkes "Psychiatrie der Gegenwart".
Resonanz
Ralf Seidel in Sozialpsychiatrische Informationen: "Wer das Buch PsychiaterSein gelesen hat weiß, auf was man sich einlässt in der Psychiatrie, welche Anstrengung die Begegnung mit dem Verrückten erfordert, wie sehr sie einen prägt und vor allem – wie sehr sie einen bereichert." Zur vollständigen Besprechung.
|