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Erscheint Juli 2010
Integrierte Versorgung endlich umsetzen - Ambulant statt stationär!
Alle reden zurzeit von "Integrierter Versorgung". Dazu gibt es viele gute Ideen einer innovativen Gemeindepsychiatrie:
- Behandlung zu Haus beim Patienten
- Krisenpension und Rückzugsräume
- ein verpflichtendes und bezahltes Fallmanagement
- trialogische Kooperation bei ambulanter Behandlung
- bezahlte Mitarbeit von Psychiatrie-Erfahrenen und Angehörigen
Möglich wird dies durch Integrierte Versorgung, wenn man dabei den skandinavischen Ansatz der bedürfnisangepassten Behandlung ernst nimmt. Den Rücken dafür stärkt das Gesundheitsreformgesetz, mit dem die gesetzliche Krankenversicherung Gestaltungskraft für die Versorgungslandschaft erhielt. In der Tat auch gemeint ist damit ambulante statt stationäre Versorgung.
Die mehrheitlich aus der ambulanten gemeindepsychiatrischen Praxis stammenden Autorinnen und Autoren zeigen in diesem Buch auf, dass die gesetzlichen und organisatorischen Grundlagen der Integrierten Versorgung ideale Voraussetzungen für die neuen Konzepte der Sozialpsychiatrie bieten. So können z. B. die Steuerungsprobleme der Gemeindepsychiatrie mittels eines zwingenden Fallmanagements besser als bisher gelöst werden. Engagierten Trägern kann es gelingen, Integrierte Versorgung so umzusetzen, dass auch andere Träger davon profitieren.
Aber darf die ambulante Gemeindepsychiatrie überhaupt Behandlung organisieren oder soll sie nur eingliedern? Ist es legitim, klinische Betten in ambulante Komplexleistungen zu wandeln?
Zielgruppe dieses von Praktikern und Praktikerinnen der Gemeinde- und Sozialpsychiatrie erstellten Fachbuches sind Mitarbeiter sowie Entscheidungsträgerinnen, die neben den nach SGB XII finanzierten Leistungen neue Wege für ambulante Behandlung beschreiten möchten.
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