DVD

50 Min. plus 27 Min. Bonus-Material

ISBN:
978-3-88414-548-7
Auflage:
1. Auflage 2012
Preis:
  • D: 29,95 €
  • A: 30,80 €

 


Einschlägige Personen

Ein Film über Sucht

 

Drei Freunde im Zoo. Sie haben sich in der Therapie kennen gelernt. Falk möchte mit Nicole eine WG gründen, sie renovieren. Falk macht ein Praktikum bei einer Literaturzeitung. Nicole spielt Volleyball. Rochus, der alleine lebt und schon länger clean ist, baut Berlin in Miniatur aus Holz. Die drei erzählen ihre Geschichte mit den Drogen.

Wir erfahren, wie einfach Sucht in ein Leben treten kann, aber auch wie unterschiedlich Sucht verläuft, trotz aller Ähnlichkeiten und Schnittmengen. Die drei berichten über ihren Weg in die Sucht, die Scham der Familie, Arbeitslosigkeit, Beschaffungskriminalität und den Verlust der Freunde. Sie zeigen, wie hart man daran arbeiten muss, um sich selbst wieder zu finden.

Unabhängig von den unterschiedlichen Hintergründen und Persönlichkeiten ist allen drei bewusst, dass erst mit dem Eingeständnis, eine Krankheit zu haben, der Ausstieg aus der »Suchtkarriere« möglich wurde.

 

 

Autoren

JohannesSuhm
Johannes Suhm

Johannes Suhm hat an der Otto Falckenberg Schule in München Schauspielerei gelernt. Er arbeitet frei für Film und Theater und lebt in Berlin.

 

Die Protagonisten seines Films lernte er zufällig kennen und merkte, dass er vorher eigentlich gar nichts über Sucht wusste. »Dieser Film soll Annäherung sein an eine der wenigen Krankheiten, die scheinbar selbstverantwortlich entsteht, und wo es oft schwerfällt festzustellen, dass es überhaupt eine ist. Ich wollte wissen, wo sich eigentlich der Punkt befindet, an dem jeder Mensch die Grenze überschreitet und süchtig werden kann.«

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Rezension

»Die Protagonisten der drei Fälle sind außergewöhnlich präsent. Man erschrickt direkt, wenn sie sich durch die Schlusskehrtwendung zum stehenden Trio formieren. Die Konzentration bleibt immer erhalten, ein sich verdichtendes Zuhören. Beeindruckend!«

Dietrich Kuhlbrodt, Filmkritiker

Wer für den Unterricht an Fach- und Hochschulen Material für differenzierte Diskussionen mit angehenden Sozialarbeitern oder Krankenpflegern zum Thema Sucht benötigt, der wird hier fündig. »Einschlägige Personen« weckt Verständnis und Respekt für dieses letzten Endes unbegreifbare Phänomen. Der Film motiviert, Abhängigkeitskranke mit hoher Geduld zu unterstützen, er desillusioniert aber auch. An keiner Stelle gibt es ein Indiz dafür, dass ein Profi, ein Angehöriger oder ein Freund mit den richtigen Worten zur richtigen Zeit »einschlägig« wirksam sein könnte. Mehrfach betonen die drei, dass man selber drauf kommen müsse - es gibt keinen anderen Weg.

Jene »einschlägigen Personen«, die man an den Bahnhöfen großer Städte sieht und in den Clubs und den Wohnheimen sind unspektakulär, manchmal sympathisch und fast immer klug. Der Film gibt drei von ihnen beispielhaft Gelegenheit zur Reflexion, und dem Zuschauer die Chance, ein paar Vorbehalte gegen Süchtige loszuwerden. Er ist liebevoll, aber nüchtern, und trotzdem nicht clean.

Ilse Eichenbrenner, Psychosoziale Umschau

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Stichwörter

Sucht, Alkoholsucht


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