DVD

86 Min. und 150 Min.

ISBN:
978-3-88414-619-4
Auflage:
1. Auflage 2015
Preis:
  • D: 29,95 €
  • A: 29,95 €

Doppel-DVD mit Dokumentar und Lernfilm.


Gesprächsmaterial aus dem Lernfilm »Leben mit Psychopharmaka« auf Youtube ansehen »

 

TV Beitrag des rbb zum Dokumentarfilm »


Nicht alles schlucken

Krisen und Psychopharmaka

»Die ganzen Psychopharmaka haben keinen heilenden Ansatz, sie unterdrücken Symptome.«

Jeder Mensch kann in seelische Krisen geraten. Trotzdem werden psychische Erkrankungen als Makel und Schande erlebt, geheim gehalten und schamvoll versteckt. »Nicht alles schlucken« bricht mit diesem Tabu. Psychiatrieerfahrene Menschen, Angehörige sowie Ärzte und Pfleger erzählen vor der Kamera von ihren Erfahrungen mit Psychopharmaka. Heilsam oder kränkend? Segen oder Fluch? Ein tragischer, bisher nicht gelöster Konflikt. Der Dokumentarfilm ist ein vielstimmiges Erzählen über die Wirkungen und Risiken von Psychopharmaka.

Psychopharmaka sind ein Riesenmarkt und ein Riesengeschäft. Doch was wissen wir über die Folgen jenseits von klinischer Forschung und Pharmaindustrie? Beziehungs- und Spracharmut bestimmen immer noch das Klima in psychiatrischen Institutionen. Das hat viele Gründe: Ein wichtiger sind die Psychopharmaka. Sie stellen seelisch still, insbesondere hoch dosiert.

In einem eigens für den Film geschaffenen Raum sind 20 psychiatrie-erfahrene Menschen, Angehörige und Ärzte verabredet. Sie sprechen aus was bisher verschwiegen wurde: die subjektiven Erfahrungen mit Psychopharmaka, das innere Erleben.

»Nicht alles schlucken« ist das zweite trialogische Projekt von Jana Kalms und Peter Stolz. Schon der Kinodokumentarfilm »Raum 4070« zum Leben mit Psychosen hat gezeigt wie spannend der Perspektivenwechsel ist. Als Co-Regisseur hat dieses Mal Sebastian Winkels (7 Brüder) mit gearbeitet.

Der Film lässt tief in die menschliche Existenz blicken und zeigt, was Einzelne in Krisen wirklich brauchen. So haben Menschen noch nie von sich erzählt. Eine mutmachende Erfahrung und sehr persönliches Filmerlebnis.

Zusätzlich zum Dokumentarfilm befindet sich auf der DVD Version noch ein Lehrfilm, der die Informationen gut portionierbar und nach Themen sortiert aufbereitet. Ideal für den Einsatz im Unterricht oder zur Fort- und Weiterbildung.

Das Inhaltsverzeichnis des Lehrfilms:

Subjektive Seiten von Psychosen

- Unwissen, Angst, Überwältigung, Vertrauen und Verantwortung

Alltag mit Psychopharmaka

- Erleben von Psychose- und Psychiatrie-Erfahrenen

- Mitbetroffensein von Angehörigen

- Dilemma der Mitarbeiter

Tabuthema

- Beziehung, Liebe, Sexualität

(Aus)Wege

- Werner Schütze – Es gibt eine »andere« Psychiatrie

- Elisabeth Richter – Mutter Sohn Entwicklung

- Ilona Hansen – Mut Eigensinn Zukunft

- Kai Dargel – »Wissen-schaffer« durch Psychoseerfahrung

- Gwen Schulz – Genesungshilfe in der Peerbegleitung

 

 

Blick ins Buch

Autoren

PietStolz
Piet Stolz

Prof. Dr. Piet Stolz, Nervenarzt und Psychoanalytiker in Berlin, war Hochschullehrer im Fach Soziale Psychiatrie, Sozio-Psycho-Genese von Krankheiten und Gesundheitsförderung. Piet Stolz war lange Moderator des bürgeroffenen Psychoseseminars (Trialogforum) an der FH-Potsdam und ist Mitglied des Institut für Fortbildung, Forschung und Entwicklung (IFFE e.V.), Potsdam.

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JanaKalms
Jana Kalms

Jana Kalms, Dipl. Politologin, Autorin und Filmemacherin, u.a. »Raum 4070«, »Tabu - Psychisch krank im Job«, Angehörige eines psychiatrieerfahrenen Menschen, seit 2001 Teilnehmerin und Moderatorin des Potsdamer Psychoseseminars.

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SebastianWinkels
Sebastian Winkels

Co-Regie: Sebastian Winkels, Autor, Regisseur, Kameramann und Editor. Sein Studium an der HFF Konrad Wolf schloss er mit dem Dokumentarfilm 7 BRÜDER ab. Sebastian Winkels wurde u.a. mit dem Deutschen Filmpreis, dem Robert Geisendörfer Preis, dem Friedrich-Wilhelm-Murnau-Preis, dem Nachwuchsförderpreis der DEFA-Stiftung und dem Baden-Württembergischen Dokumentarfilmförderpreis ausgezeichnet. Neben dem Filmemachen entwirft und leitet er Ausbildungsprogramme für kreativen Dokumentarfilm an Goethe-Instituten weltweit.

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Rezension

»Für mich ist Euer Film der Gewinner des Festivals. Ihr habt den mutigsten gemacht.«

»Der Film ist der Hammer. Höchste Zeit, dass sich etwas ändert.«

»Kompliment. Euer Film ist vor allem ein Film über die Würde des Menschen«

»Was für eine bildhafte, eindringliche Sprache!«

»In diesem Raum trifft sich eine Schicksalsgemeinschaft. Aber sie sind keine Opfer sondern Menschen, die stark, würdevoll und befreiend von sich erzählen.«

»Was für ein Zauber – wir können den Menschen beim Denken zusehen.«

Zitate von der Duisburger Filmwoche

Weitere Titel zum Thema

Stichwörter

Psychopharmaka, Alltagsbewältigung, Antidepressiva, Antipsychotika, Neuroleptika, Tranquilizer, Nebenwirkung


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