21.02.2014

Claudia Hautumm/Pixelio.de

Alternativen zu PEPP

Petition läuft noch bis Montag 24.02.: Ihre Unterschrift wird gebraucht! Damit sinnvolle Alternativen zum neuen Psychiatrie-Entgeltsystem PEPP auf den Weg gebracht werden können, macht sich diese Petition vor dem deutschen Bundestag dafür stark, dass PEPP frühestens 2017 verbindlich eingeführt werden soll.

Die Petition 46537 wurde von Pandora Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener e.V. aus Nürnberg gestellt und braucht bis zum 24.02.2014 noch möglichst viele Mitunterzeichner.

 

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Wenn Sie über keine eigene E-Mail Adresse verfügen, können Sie auch gerne eine Unterschriftenliste ausfüllen bzw. in Ihrer Institution/ Einrichtung rumgehen lassen. Die Unterschriftenliste finden Sie hier »

Bitte per Post an:

Deutscher Bundestag
Petitionsausschuss Referat Pet 2
z.H. Anja Eiardt
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Fax: 030/ 227-36130

 
Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass das neue Entgeltsystem für psychiatrische und psychosomatische Krankenhäuser frühestens 2017 verbindlich eingeführt und die so gewonnene Zeit von Krankenhaus- und Krankenkassenvertretern dafür genutzt wird, sachgerechte Alternativen zum derzeitg geplanten System zu entwickeln.

Begründung
2009 hat der Bundestag die Entwicklung eines neuen Entgeltsystems für psychiatrische und psychosomatische Kliniken beschlossen, das auf dem Prinzip leistungsgerechter tagesbezogener Entgelte beruhen soll.

Der damalige FDP Bundesminister für Gesundheit (Bahr) hat die Erprobung von diagnose- und fallbezogenen sogenannten PEPP-Entgelten entgegen dieser Festlegung des Bundestages und trotz des Protestes Tausender Betroffener, Angehöriger und Fachleuten per Rechtsverordnung durchgesetzt.

Diese PEPP-Entgelte entsprechen nicht dem gesetzlichen Auftrag. Sie sind den Fallpauschalen in der somatischen Medizin sehr ähnlich. Vor allem aber werden sie den besonderen Bedürfnissen psychisch kranker Menschen in keinster Weise gerecht, weil sich die Behandlungsbedürfnisse der einzelnen PatientInnen in der Psychiatrie nicht anhand der Diagnose pauschalisieren lassen und die Behandlungsdauer im Einzelfall nicht vorhersehbar ist.

Die Einführung des PEPP-Systems würde vor allem die Behandlungsmöglichkeiten für schwer kranke PatientInnen erheblich verschlechtern und eine wohnortnahe Notfallversorgung schwächen. Das Ziel der langfristigen Gesundung psychiatrischer PatientInnen wäre damit gefährdet.

Mittlerweile konnte jedoch wissenschaftlich belegt werden, dass es sachgerechte Alternativen auf der Basis von tagesbezogenen Entgelten gibt. Um diese Alternativen prüfen zu können, muss die verbindliche Einführung des neuen Entgeltsystems um mindestens zwei Jahre verschoben werden. Nur so kann verhindert werden, dass ein falscher und für die PatientInnen schädlicher Weg weiter beschritten wird.

 

Bildquelle: Claudia Hautumm/Pixelio.de

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