26.03.2013

Wer weiß es besser als sie?

Wer kann sich besser in einen psychisch kranken Menschen hineinversetzen als ein selbst Betroffener? Vor einigen Jahren kam mit der EX-In-Bewegung der Gedanke auf, Menschen nicht nur wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren, sondern eine Win-Win-Situation für beide Seiten zu schaffen, indem Betroffene mit Betroffenen und deren Angehörigen arbeiten.

Zunächst erprobt in einem europäischen Modellprojekt, dessen deutsche Partner die Initiative für Rehabilitation e.V. in Bremen war, hat sich das Ausbildungsangebot für Psychiatrieerfahrene in der deutschsprachigen Versorgungslandschaft in verschiedenen Regionen etabliert. Allerdings ist der Übergang von der Ausbildung in die Praxis immer noch schwer. Mittlerweile finden zwar über 50% der EX-IN-Absolventen in Deutschland im psychiatrischen Arbeitsfeld eine feste Anstellung, der Wiederstand, die Skepsis und die konservativen Vorgaben der Finanzgeber und Entscheidungsträger sind jedoch immer noch groß.

Umso erfreulicher ist es, dass nun auch Magazine wie der Spiegel, die WAZ und das ORF sich zunehmend mit dem Thema der psychischen Erkrankungen und Arbeit beschäftigen. Kommt sie jetzt, die ganz große Welle? Wir wünschen es uns und sei es zur Entstigmatisierung eines spannenden Themas mit Zukunft.

Bei Interesse bietet das Buch »Vom Erfahrenen zum Experten« von Jörg Utschakowski, Thomas Bock und Gyöngyver Sielaff einen umfangreichen und guten Einstieg ins Thema. Aktuelle Peerprojekte finden sich in »Recovery in der Praxis«.

Weitere Websites:  www.ex-in.info, www.idee-verein.de, www.themissinglinkeurope.de

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