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Michael Lindemann, Bielefeld (verantwortlich); Martin Zinkler, Heidenheim (verantwortlich); Uwe Dönisch-Seidel, Kleve; Heinfried Duncker, Moringen; Tanja Henking, Stuhr/Würzburg; Heinz Kammeier, Münster; Norbert Konrad, Berlin; Wolfgang Lesting, Oldenburg; Rolf Marschner, München; Friedemann Pfäfflin, Ulm; Martin Rettenberger, Wiesbaden; Dorothea Rzepka, Bielefeld/Darmstadt; Norbert Schalast, Essen; Anja Schiemann, Euskirchen; Herbert Steinböck, Haar

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Impact-Faktor 2017: 0,481

2018: Ausgabe 1/2018

Schwerpunkthema: Haftpsychiatrie

Heft 1 beginnt mit einem Aufsatz von Neumann/Ross/Opitz-Welke zum psychiatrischen Störungsprofil im länderübergreifenden Vergleich. Obwohl schizophrene Täter sowohl im Maßregelvollzug als auch in der Justizvollzugspsychiatrie therapeutisch betreut werden, werden diese beiden Systeme juristisch voneinander getrennt.

Der zweite Beitrag von Voulgaris/Kielisch/Konrad/Opitz-Welke fasst eine Berliner Vergleichsstudie zu Suiziden im Gefängnis und im Maßregelvollzug zusammen. In dieser Studie wurden erstmals die Berliner Suizidfälle aus dem Justizvollzug (2000 – 2013) mit den Suizidfällen im Krankenhaus des Maßregelvollzugs (2000 – 2016) verglichen.

Abschließend beschäftigt sich der dritte Beitrag von Dezsö/Opitz-Welke mit der Frage, ob der Einsatz von Suizid-Screening-Instrumenten im Berliner Strafvollzug eine Option zur Verhinderung von Gefängnis-Suizid ist. In der Berliner Untersuchungshaft wurde die Implementierung des deutschsprachigen Suizid-Screening-Instrumentes SIRAS in einem Probezeitraum von drei Monaten durchgeführt.

Das Inhaltsverzeichnis, das Editorial, Buchbesprechungen und zahlreiche Dokumente aus der Rechtsprechung finden Sie kostenlos zum Download.

Einsatz von Suizid-Screening-Instrumenten im Berliner Strafvollzug als Option zur Verhinderung von Gefängnis-Suizid?

Dora Dezsö und Annette Opitz-Welke

Zusammenfassung

In der Berliner Untersuchungshaft wurde die Implementierung des deutschsprachigen Suizid-Screening-Instrumentes SIRAS in einem Probezeitraum von drei Monaten durchgeführt. Von den 605 ausgefüllten Screeningbogen wiesen rund 14 % der Probanden ein positives Screening auf, bei denen eine Vorstellung beim psychologischen oder medizinischen Dienst indiziert war. Die Ergebnisse der Nachverfolgung zeigten, dass es deutliche Unterschiede zwischen den Hochrisikopersonen und den Nichthochrisikopersonen hinsichtlich der Medikamentenverordnung gab. Die Einführung des Screenings hatte diverse Änderungen im Vollzugssystem zur Folge. Bei den Anwendern der Screeningbogen kam jedoch keine Akzeptanz zustande.

Suicide risk assessment in prison psychiatry in Germany The German suicide screening instrument SIRAS was trialled for 3 months in the Berlin remand prison. Of the 605 completed screening forms, about 14 % of the subjects had a positive screening and were presented to psychological or medical staff. The preliminary results of the follow-up showed clear differences in drug prescription between the high-risk and non-high-risk subjects. In summary, we can say that the introduction of the screening instrument resulted in numerous changes within the prison system, but prison staff was reluctant to accept and implement the screening instrument.

Stichworte

prison system, Suicide, Justizvollzug, Risk assessment, prevention, Untersuchungshaft, Suizid-Screening, Prävention, remand custody


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