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Michael Lindemann, Bielefeld (verantwortlich); Martin Zinkler, Heidenheim (verantwortlich); Uwe Dönisch-Seidel, Kleve; Heinfried Duncker, Moringen; Tanja Henking, Stuhr/Würzburg; Heinz Kammeier, Münster; Norbert Konrad, Berlin; Wolfgang Lesting, Oldenburg; Rolf Marschner, München; Friedemann Pfäfflin, Ulm; Martin Rettenberger, Wiesbaden; Dorothea Rzepka, Bielefeld/Darmstadt; Norbert Schalast, Essen; Anja Schiemann, Euskirchen; Herbert Steinböck, Haar

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Impact-Faktor 2017: 0,481

2018: Ausgabe 2/2018

Heft 2 beginnt mit einem Aufsatz von Feißt zum gesellschaftlichen Umgang mit Gefährlichkeit aus soziologischer Perspektive. Der Artikel identifiziert Gefährlichkeit als eines der zentralen Konzepte des Maßregelvollzugs und geht besonders auf dessen Zeitdimension ein.

Der zweite Beitrag von Rosemann zeigt rechtspolitische Forderungen und versorgungspolitische Perspektiven zur Weiterentwicklung der psychiatrischen Maßregel auf. Die Gesetzesnovellierung aus dem Jahr 2016 habe Fragen nach dem Verhältnis von Gemeindepsychiatrie und Maßregelvollzug aufgeworfen. Bedeutsam sei dabei die Verhältnismäßigkeit der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Braun beschäftigt sich in seinem Aufsatz mit dem neuen hessischen PsychKHG und stellt die Frage, ob es sich dabei um ein modernes Hilfe- und Unterbringungsgesetz handelt. Das HessPsychKG ist am 1.9.2017 in Kraft getreten und soll nach seiner Präambel Personen mit psychischen Störungen möglichst individuelle Hilfsangebote unterbreiten, wobei ausdrücklich die UN-Behindertenkonvention und die Interessen der entsprechenden Personen zu berücksichtigen sind.

Der letzte Beitrag von Bulla/Klinger/Hoffmann/Ross stellt eine Studie zu Migranten in der Entziehungsanstalt (§ 64 StGB) vor, die sich mit Herkunftsregionen, Diagnosen und Delikten auseinandersetzt. Hierzu wurden Probanden der forensischen Basisdokumentation Baden-Württemberg mit Migrationshintergrund Untergruppen zugewiesen und mit der Bevölkerungsstatistik verglichen.

Das Inhaltsverzeichnis, das Editorial, Buchbesprechungen und zahlreiche Dokumente aus der Rechtsprechung finden Sie kostenlos zum Download.

Rechtspolitische Forderungen und versorgungspolitische Perspektiven zur Weiterentwicklung der psychiatrischen Maßregel

Zu den erforderlichen rechtlichen Vorgaben und notwendigen Veränderungen der Institutionen Krankenhaus und Gemeindepsychiatrie

Matthias Rosemann

Zusammenfassung

Die psychiatrische Maßregel ist in die Diskussion geraten. Im Prozess der Novellierung im Jahr 2016 wurden Fragestellungen sichtbar, die einer grundsätzlichen Erörterung bedürfen. Dazu gehören insbesondere die Fragen nach dem Verhältnis von Gemeindepsychiatrie und Maßregelvollzug. Dabei ist die Verhältnismäßigkeit der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus besonders bedeutsam. Es zeigt sich, dass alternative Möglichkeiten, z. B. die Behandlung und Unterstützung im nichtklinischen Bereich nicht hinreichend genutzt werden. Dies ließe sich schon durch geeignete Maßnahmen in der Zuständigkeit der Bundesländer und der Träger der Eingliederungshilfe lösen. Für weitergehende Lösungswege sind aber gesetzliche Änderungen erforderlich, die sowohl das materielle Recht als auch die Strafprozessordnung betreffen.

A legal and service framework for forensic psychiatry in Germany for hospitals and community mental health care

Forensic psychiatry in Germany has become subject to public scrutiny and debate. The legal reform in 2016 outlined fundamental questions on the interface of hospital and community psychiatry, in particular when looking at the proportionality of hospital orders. Alternatives to detention in hospital with intensive community support and outpatient treatment are not sufficiently used. This could be achieved however with a service framework of responsibilities for federal states and for local mental health services. Requirements for changes in material and procedural law to proceed with a more fundamental reform are outlined.

Stichworte

Maßregelvollzug, forensic psychiatry, Germany, Krisenintervention, Reformbedarf,

, Bewährungsauflagen, Zusammenarbeit, Versorgungsverpflichtung, Gemeindepsychiatrischer Verbund, reform, community mental health care, service framework


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