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Impact-Faktor 2017: 0,481

2018: Ausgabe 3/2018

Heft 3 ist ein Schwerpunktheft zu Prognosegutachten. Es beginnt mit einem Aufsatz von dem Juristen Boetticher, der sich darin für die Fortschreibung der Mindestanforderungen für Prognosegutachten ausspricht.

Im zweiten Beitrag formulieren die Psychiater Müller und Saimeh die Herausforderungen an und die Gründe für ein Update der Mindestanforderungen für Prognosegutachten. Insbesondere schlagen die Autoren Ergänzungen vor.

Rettenberger/Brettel/Retz/Eher beschäftigen sich im dritten Beitrag mit der Frage, ob aus methodologischer Sicht der forensischen Wissenschaften eine Fortführung der Diskussion um Mindestanforderungen für Prognosegutachten angezeigt ist oder die aktuell vorliegenden Maßnahmen zur Qualitätssicherung (immer noch) ausreichen.

In einem weiteren Beitrag von Brettel/Rettenberger/Berz mit dem Titel „Prognosebegutachtung als Einzelfallbetrachtung“ geht es um den Bezug zum individuellen Beurteilungsfall bei der kriminalprognostischen Begutachtung.

Dudeck und Franke beschäftigen sich in ihrem anschließenden Aufsatz mit dem Stellenwert und der Bewertung von Anpassungsleistung, therapeutischer Beziehung und Stationsklima in Prognosegutachten.

Der Beitrag von Brettel/Höffler/Rettenberger/Berz behandelt den in den letzten Jahren gestiegenen Qualifizierungsbedarf in der Kriminalprognostik, der insbesondere auf die Ausweitung der gesetzlichen Verpflichtungen zur Einholung von Prognosegutachten zurückgeht.

Burghardt stellt in seinem Aufsatz Überlegungen zu den Mindestanforderungen für Prognosegutachten aus Sicht eines Leiters einer Justizvollzugsanstalt an.

Es schließt sich ein Kommentar von Nedopil an, der darlegt, warum eine Überarbeitung der Mindestanforderungen für Prognosegutachten zwingend erforderlich ist. Argumente dafür werden aus juristischer sowie aus forensisch psychiatrischer bzw. interdisziplinärer Sicht vorgetragen.

Der letzte Beitrag und Kommentar von Steller zum Urteil des AG Bautzen vom 26.10.2017 (42 Ds 610 Js 411/15jug) gibt einen Überblick über Nutzung und Ergebnis eines Polygraphentestverfahrens vor Gericht.

Das Inhaltsverzeichnis, das Editorial, Buchbesprechungen und zahlreiche Dokumente aus der Rechtsprechung finden Sie kostenlos zum Download.

Zuständigkeiten und Aufgaben der Kriminalprognostik unter besonderer Berücksichtigung der Mindestanforderungen für Prognosegutachten

Klaus Böhm

Zusammenfassung

Der vorliegende Beitrag führt in das Thema »Mindestanforderungen für Prognosegutachten« ein, indem zunächst die Prognoseaufgaben, wie sie von juristischen Entscheidungsträgern einerseits und Sachverständigen andererseits ausgeführt werden müssen, vorgestellt werden. Anschließend werden die aktuell bestehenden Mindestanforderungen, die 2006 bzw. 2007 erstmals durch eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe veröffentlicht wurden, im Einzelnen dargestellt. Abschließend werden verschiedene Argumente diskutiert, aus denen sich der Bedarf für eine Neuauflage der Mindestanforderungen ableiten lässt.

Minimum requirements for criminal prognosis assessments – jurisdiction and tasks

The present article serves as an introduction for the main topic of this journal issue about »minimum requirements for expert reports on criminal prognosis« by considering the different prediction tasks required from juridical decision-makers on the one hand, and expert witnesses on the other. The current minimum requirements which were published in 2006 and 2007 by an interdisciplinary group of experts, respectively, are reviewed in detail. Finally, various arguments are presented on the need to revise the existing standards in the near future.

Stichworte

Germany, Risk assessment, Kriminalprognose, Prognosemethoden, Mindestanforderungen, Qualitätsstandards, criminal prognosis, prediction methds, quality standards


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