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Impact-Faktor 2017: 0,481

2018: Ausgabe 4/2018

In Heft 4 beschäftigt sich der erste Beitrag von Goerdeler mit der aktuellen Entscheidung des BVerfG zur Fixierung. Im Juli 2018 hat das BVerfG seine bisherige Linie zur »Freiheitsentziehung in der Freiheitsentziehung« im Rahmen der Unterbringung in der Psychiatrie neu definiert. Der Beitrag analysiert das Urteil im Hinblick auf seine Übertragbarkeit auf andere Formen der Freiheitsentziehung und beschäftigt sich mit seinen praktischen Auswirkungen und stellt Überlegungen zum Richtervorbehalt an.

Im zweiten Aufsatz erläutert Neßeler die Berechnung der »bedingten Höchstfristen« des § 67d Abs. 6 S. 2 und 3 StGB. Die eingefügten Höchstfristen von sechs bzw. zehn Jahren stellen erhöhte Anforderungen an die Fortdauer der Unterbringung, lassen aber die konkrete Berechnung der Fristen offen.

Im nächsten Beitrag widmen sich Willhardt und Rohner den Entlassungen aus dem Maßregelvollzug (§ 63 StGB) wegen fehlender Verhältnismäßigkeit. Seit der Novellierung des Unterbringungsrechts hat diese Frage an Aktualität gewonnen.

Der letzte Aufsatz von Ritter/Bezzel/Querengässer/Bulla/Kluttig/Klinger und Ross enthält einen Ländervergleich von Patienten des § 64 StGB im Maßregelvollzug in Baden-Württemberg und Bayern. Anhand von umfassenden Datensätzen wurden insgesamt 17 Variablen analysiert, darunter soziodemografische Angaben, Aspekte der Unterbringung im aktuellen Verfahren, die psychiatrische und kriminelle Vorgeschichte sowie die Entlassung aus dem Maßregelvollzug.

Das Inhaltsverzeichnis, das Editorial, Buchbesprechungen und zahlreiche Dokumente aus der Rechtsprechung finden Sie kostenlos zum Download.

Maßregelvollzug in Baden-Württemberg und Bayern: Ein Ländervergleich von Patienten des § 64 StGB

Lisa Ritter, Adelheid Bezzel, Jan Querengässer, Jan Bulla, Tilman Kluttig, Karoline Klinger und Thomas Ross

Zusammenfassung

Dargestellt werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei nach § 64 StGB untergebrachten Straftätern aus Baden-Württemberg und Bayern. Anhand von umfassenden Datensätzen wurden insgesamt 17 Variablen analysiert, darunter soziodemografische Angaben, Aspekte der Unterbringung im aktuellen Verfahren, die psychiatrische und kriminelle Vorgeschichte sowie die Entlassung aus dem Maßregelvollzug. 856 Patienten aus Baden-Württemberg und 803 aus Bayern wurden berücksichtigt. Einige Ergebnisse, z. B. hohe Erledigungsquoten bei Unterbringungen gemäß § 64 StGB im Allgemeinen, sind mit der bisherigen Forschung konsistent. Für die meisten Variablen wurden aber signifikante Unterschiede zwischen den Bundesländern festgestellt. Reliable und valide Aussagen zu möglichen Einflüssen bzw. Auswirkungen der Rechtssysteme für die Behandlung von psychisch kranken Rechtsbrechern sind nur über länderübergreifende Forschung möglich.

Patients in forensic psychiatric addiction treatment: A Comparison of two German States

This study evaluates the similarities and differences between patients in forensic treatment according to section 64 of the Criminal Code in the German federal states of Baden-Württemberg and Bavaria. 17 variables, e. g. socio-demographic information, hospitalization, psychiatric diagnoses, criminal history and discharge, were analyzed. 856 patients from Baden-Württemberg and 803 from Bavaria were included. Some results such as a high number of preliminary treatment terminations are consistent with previous research, but most variables differed significantly between the two federal states. In order to obtain reliable and valid data on the influence of different legal systems on the treatment of mentally ill offenders, comparisons between federal states should be encouraged.

Stichworte

Maßregelvollzug, offender treatment, forensic psychiatry, Forensische Psychiatrie, Germany, § 64 StGB, addiction, Violence, Straftäterbehandlung,

, Sucht


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