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48. Jahrgang 2018: Ausgabe 1

Gender matters – Geschlechterdebatten in der Psychiatrie

Inwiefern prägen Geschlechterverhältnisse die psychiatrische Praxis? Stecken hinter geschlechtsspezifischen Behandlungsansätzen nicht manchmal rein finanzielle Interessen und braucht es angesichts vermeintlich drängenderer Probleme überhaupt eine Geschlechterdebatte?

In der Vorbereitung auf dieses Heft haben wir in der Redaktion solche Fragen leidenschaftlich diskutiert. Höchste Zeit also für eine Ausgabe, die sich diesen Kontroversen stellt. U.a. mit diesen Themen:

  • Ist Geschlecht relevant für die Sozialpsychiatrie?
  • Wenn Mann sein zum Problem wird: Zum Verhältnis von Männlichkeitsorientierung und Depression (kostenloser Download des Artikels unten)
  • Das andere Geschlecht in der Psychiatrie aus Erfahrenenperspektive (kostenloser Download des Artikels unten)
  • Die Psyche ist weiblich, der Körper ist männlich! Geschlechts- und genderspezifische Aspekte bei der Psychopharmakaverordnung
  • Zur Situation von trans* Menschen in Psychiatrie und Gesellschaft
  • Dies und vieles mehr in der neuen Ausgabe der Sozialpsychiatrischen Informationen.

    Nach wie vor gibt es übrigens die Test-Abo-Aktion für alle Zeitschriften des Psychiatrie Verlages

    Geschlecht und Depression

    »Weiblichkeit«, »Männlichkeit« und Verlust

    Nadine Teuber

    Zusammenfassung

    Zusammenfassung Frauen sind einem doppelt so hohen Depressionsrisiko ausgesetzt wie Männer. Weiblichkeitsstereotype erscheinen als Ausdruck depressiver Symptome, während Depressionen bei Männern häufig unterdiagnostiziert bleiben oder in Form von »Burnout« an männliche Normen angepasst werden. In dem Beitrag werden psychoanalytische Theorien der Geschlechtsentwicklung in Zusammenhang mit der Entwicklung depressiver Störungen diskutiert und mit unterschiedlichen Depressionsrisiken für Frauen und Männer verknüpft. Familiäre Dynamiken von Geschlecht und Verlust machen Mädchen und Jungen in unterschiedlicher Weise für Depressionen empfänglich und spiegeln sich wider in einer gesellschaftlichen, geschlechtssensitiven »Politik des Verlustes«.

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