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49. Jahrgang: Ausgabe 1

Gewalt – alte und neue Herausforderungen für die Psychiatrie

Was mit »Gewalt« im psychiatrischen Kontext gemeint ist, das scheint auf den ersten Blick klar zu sein. Und kein kritischer Blick auf Psychiatrie kommt an diesem Thema vorbei. Schnell zeigt sich aber, dass ganz Unterschiedliches gemeint ist. Je nach Provenienz stellt Gewalt ein bestimmendes, notwendiges oder verzichtbares Element der psychiatrischen Versorgung dar – mit jeweils eigenem Gewaltverständnis. Ein Schwerpunktheft zu einem Phänomen, das sich einem einfachen Zugriff entzieht, u.a. mit diesen Themen:

  • Gewaltrisiko, psychische Krankheit und Stigma ;
  • Nimmt Gewalt gegen Mitarbeitende im Gesundheitswesen zu? (Gratisartikel);
  • Behandlung von Gewalterfahrungen;
  • Strategien zur Vermeidung von Zwang;
  • Psychische Erkrankung, Gewalt und Geschlecht.
  • Gratisartikel in diesem Heft: »Nimmt Gewalt gegen Mitarbeitende im Gesundheitswesen zu? « von Dirk Richter..

    Dies und vieles mehr in der neuen Ausgabe der Sozialpsychiatrischen Informationen.

    Nach wie vor gibt es übrigens die Test-Abo-Aktion für alle Zeitschriften des Psychiatrie Verlages

    Die neue Einfachheit oder die Entprofessionalisierung der Psychiatrie

    Gegen den moralischen Pietismus in der DGSP

    Asmus Finzen

    Zusammenfassung

    1759 hat Voltaire »Candide oder der Optimismus« anonym publiziert. In der satirischen Novelle wendet er sich gegen die optimistische Weltanschauung Leibniz’, aber auch gegen die Naturverklärung Rousseaus. Mit Skepsis blickt er auf die Menschen, deren Handeln und Motive. Vor 38 Jahren hat Asmus Finzen, in der besten Voltaire’schen Tradition, einen provozierenden, skeptischen Text zur »neuen Einfachheit« verfasst und als Diskussionsvorlage an diverse Protagonistinnen und Protagonisten der Sozialpsychiatrie verschickt. Der Aufsatz hat, ähnlich wie Voltaires Candide, damals und seither immer wieder Widerspruch und Protest in der Fachwelt ausgelöst.

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