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49. Jahrgang: Ausgabe 2

Von Menschen und Tieren – Animalisches in der Psychiatrie

Schon immer dienten Tiere dem Menschen zur Selbstverortung in der Welt, sei es durch Abgrenzung oder Identifikation. Und während in der Wissenschaft die Grenzen zwischen dem Tierischen und dem Menschlichen immer mehr verschwimmen, oftmals Tiermodelle zur Erklärung psychischer Krankheiten herangezogen werden, bevölkern auch auf praktischer Seite kleine Lebewesen die Psychiatrie außerhalb und innerhalb der Behandlungszimmer, in Form von Stationshunden, Stationsmeerschweinchen oder Haustieren.

Welche Rolle spielen eigentlich Tiere in der Psychiatrie? Wo steht die Psychiatrie heute im Verhältnis zu den Tieren und dem Tierischen? Um das Terrain zu erkunden, konnten wir Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Disziplinen gewinnen. Unter anderem zu diesen Themen:

  • Co-Therapeuten auf vier Beinen: Tiergestützte Interventionen ambulant und stationär
  • Wahnsinn und Animalität: Streifzüge durch ein philosophisches Begriffsmilieu
  • Berichte aus der Praxis: Zur Bedeutung von Tieren bei psychischen Krisen
  • Gratisartikel in diesem Heft: »Die psychiatrische Waldstation als konkrete Utopie« von Renate Fischer.

    Dies und vieles mehr in der Frühjahrsausgabe der Sozialpsychiatrischen Informationen.

    Nach wie vor gibt es übrigens die Test-Abo-Aktion für alle Zeitschriften des Psychiatrie Verlages.

    Wahnsinn und Animalität

    Kurze Streifzüge durch ein philosophisches Begriffsmilieu

    Kerstin Weich, Christoph Schachenhofer

    Zusammenfassung

    Zusammenfassung In dem kurzen Essay wird die philosophiehistorische Situierung der Begriffe Wahnsinn und Animalität erkundet. Der Fokus liegt auf deren geteilter ideengeschichtlicher Funktion: Wahnsinn und Animalität wurden als Negativ- oder Kontrastfolien in ein wechselseitiges Bestimmungsverhältnis mit dem Begriff des Menschlichen gestellt. Wahnsinn und Animalität erhalten über einen langen Zeitraum ihren Sinn primär darüber, als Grenzbegriffe wie Unvernunft oder Geistlosigkeit den Bereich der menschlichen Vernunft, Kultur und Erkenntnis mit zu definieren. Ein kulturhistorischer Ausblick weist in der Folge eine starke Verschiebung dieser geteilten Alteritätsposition auf: Ab dem 17. Jahrhundert tritt mit der Formalisierung der Lebenswissenschaften, insbesondere der wissenschaftlichen Psychologie, eine schrittweise Annäherung und Homogenisierung der Begriffe Mensch, Wahnsinn und Animalität ein.

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